Bücher › Dystopien › Wiedergeburt

Dystopie · Band 1 · Esomenia
Wiedergeburt
»165 Jahre geschlafen. Erwacht in einer fremden Zukunft.«
Klappentext
Als Nina aus dem Kryonikschlaf gerissen wird, ist nichts mehr, wie sie es kannte. Die Welt hat sich nach extremen Katastrophen radikal verändert. Neue Technologien, Städte, alles wirkt fremd und bedrohlich.
Kaum hat sie die ersten Informationen über das neue Zeitalter erhalten, wird sie gewarnt: Sie ist in großer Gefahr. Zusammen mit Aaron, einem weiteren Erwachten, flieht sie in die hochglänzende Metropole Alessia, eine Stadt voller Wunder und dunkler Geheimnisse.
Etwas verfolgt sie. Und jemand anderes will sie tot sehen.
Inmitten von fremden Menschen und künstlicher Intelligenz muss Nina entscheiden: Wem kann sie vertrauen? Und wer spielt ein doppeltes Spiel?
Kapitel 1
Das Erwachen
Zuerst war nur Schmerz. Es war das einzige, das vorherrschende Gefühl, wie Feuer, das sich rasend schnell ausbreitete und alles verschlang. Nichts anderes war vorhanden. Es zuckte, brannte, pochte, dann verlor es sich in völliger Dunkelheit.
Wieder schmerzte alles. Es war, als schmorte der Körper, als strömten Angst und Hitze durch Arme, Beine, besonders aber durch den Oberkörper. Dann ertönte ein Schrei, beinahe erstickt, das Resultat unsäglicher Torturen. Wem gehörte diese Stimme? War es ihre eigene? Kurz darauf zuckten die Arme wie unter Strom, die Beine zitterten, wieder war es, als würde der gesamte Körper brennen. Schließlich drang Licht herein, das ebenfalls Schmerzen auslöste. Schemenhaft lösten sich Schatten von grellem Licht, erzeugten Tränen, die alles verschleierten, schließlich war wieder der Schrei zu hören. Es war der einer Frau, und zum abermals entstand der Verdacht, es könnte der eigene gewesen sein.
Was war passiert? Wo lag dieser Körper? Und vor allem: Wem gehörte er?
Schließlich verlor sich wieder alles im Nichts, in völliger Dunkelheit, fern jeglicher Schmerzen.
Als es wieder hell wurde, waren die Schmerzen noch zu spüren, aber erträglich. Jemand stand in der Nähe, bewegte sich, doch es gelang nicht, schärfer zu sehen. Wieder war eine Stimme zu hören, die stöhnte, die einige Worte zu sagen versuchte. Es war tatsächlich ihre eigene Stimme. Dabei hämmerte das Herz vor Aufregung.
»Ruhig!«, war jemand zu hören, vermutlich eine Frau. Und diesmal stammte die Stimme nicht aus ihrem eigenen Körper. »Du musst keine Angst haben. Die Schmerzen werden bald nicht mehr zu spüren sein. Herzlich willkommen, Nina.«
Nina? Wer ist Nina? Es war nicht möglich, zu antworten. Weder reagierte der Mund noch gelang es, mit der Hand irgendetwas zu ertasten. Neben der völligen Ahnungslosigkeit, wer oder was Nina war, zerstörte ein unerträglich schlechtes Gefühl jede Überlegung. Alles in diesem Körper wollte schreien, wollte in die Dunkelheit zurück.
»Am besten, du schläfst wieder«, war abermals die Frau zu hören. Sie stand schemenhaft innerhalb hellen Lichts und schien irgendetwas zu bedienen. Alles in diesem Körper, der so fremd war wie das Erwachen selbst, schrie, wehrte sich gegen das Bewusstsein, war hilflos und dem ausgeliefert, das gerade geschah. Es kam jedoch nur ein Gurgeln aus diesem Mund, der sich genauso fremd anfühlte wie alles andere auch. Wieder versuchten die Finger etwas zu ertasten, und diesmal gelang es. Sie spürten etwas Weiches, womöglich die Decke, die über diesem Körper lag. Dann tasteten sie sich zu etwas vor, das der Bauch sein konnte, schließlich weiter nach oben. Währenddessen verstärkte sich dieses zerstörend fremde Gefühl. Es war wie ein Sog, der alles in die Tiefe zog, der Weinkrämpfe verursachte, die Sehnsucht, sterben zu wollen. Alles verkrampfte sich, so als würde sich jeder Winkel dieses fremden Körpers gegen all das wehren, was gerade geschah. Nach einigen Augenblicken wurde es dunkler, wärmer, ein angenehmer Abschied entstand, bis sich all diese Grausamkeiten verloren.
Als es wieder hell wurde und dieses zerstörende Gefühl das Nichts ablöste, strich etwas über ihre linke Hand.
»Jetzt müsste es etwas besser gehen. Guten Morgen, Nina.«
Augenblicklich zuckte die Hand zurück.
»Gut, deine Reaktionen sind im Normbereich. Wenn es dir möglich ist, kannst du etwas sagen.«
Nina? War sie damit gemeint?
Langsam öffnete sich der Mund.
»Es tut weh!«
Hatte eben sie gesprochen? Es klang so verstörend fremd.
»Noch immer?«, antwortete die Frau. »Ich kann nicht so viel Schmerzmittel geben, die Nerven müssen sich schnell regenerieren und aktivieren.«
Unvermittelt waren Farben, Zahlen, Symbole und sich verändernde Balken zu sehen, die in der Luft zu schweben schienen. Bestimmt war es nur ein Traum, nicht wirklich, so wie alles, was gerade vor sich ging. Vielleicht war die Frau auch nicht echt.
»Alle biochemischen und enzymatischen Prozesse laufen hervorragend. Und es sind keine Kristallrückstände zu entdecken. Dir wird es bald besser gehen, du wirst sehen. Ich weiß, wie du dich jetzt fühlst, es muss sich wie eine Geburt anfühlen. Dein Gehirn muss sich an all das noch gewöhnen.« Die Frau hantierte wieder mit den schwebenden, leuchtenden Zahlen, Ziffern und Linien, die wie durch Geisterhand in der Luft schwebten.
»Wo bin ich?«
Die Frau mit den schwarzen Haaren beendete ihre Tätigkeit und wandte sich wieder Nina zu. »All das wirst du in den kommenden Tagen erfahren. Es dauert noch einige Tage, bis deine Gehirnstruktur die alte Leistungsfähigkeit erreicht. Wir dürfen nichts überstürzen, wir haben Zeit. Momentan ist nur wichtig, dass du keine Angst zu haben brauchst. Du heißt Nina und bist vierundzwanzig Jahre alt. Hier bist du sicher, es kann dir nichts passieren.«
Also doch Nina? Vierundzwanzig? Weil Nina neben einem permanenten Zucken ihrer Gliedmaßen momentan keine Schmerzen spürte, versuchte sie, sich an irgendetwas zu erinnern, doch da war nichts.
Absolut nichts.
Wieder spürte sie dieses verstörende Gefühl, als würde sie in ein Loch gezogen, als löste sich alles in ihr auf. Erneut begann sie zu weinen, versuchte all die auf sie einbrechenden Gefühle von sich zu schieben, aber sie waren zu stark.
Vorsichtig wischte die Frau mit einem Tuch ihre Wangen trocken.
»Ich weiß«, flüsterte sie, »du erlebst nichts, was dich beunruhigen müsste. Wir können alles steuern, aber nicht das, was die Seele genannt wird. Es wird besser werden, das verspreche ich.«
Noch immer weinend, tastete Nina nach ihrem Arm und spürte schließlich ein Band, das ihren Oberarm umschloss. Es fühlte sich kalt an, tat ihr aber nicht weh. Sie berührte ihre Lippen, ihre Wangen, die nass von Tränen waren, ihre Augen und dann ihre Stirn. Dort war wieder etwas Kühles zu spüren, eine Art Platte, die bis zu ihren Ohren reichte. Darüber bekam sie aber kein Haar zu fassen, sondern nackte Haut. Über die schien eine Art metallenes Netz gespannt zu sein, es fühlte sich angenehm kühl an. Was sollte das? Befand sie sich in einem Krankenhaus? Hatte sie einen Unfall gehabt und konnte sich an nichts erinnern? Wer war sie wirklich? Sie konnte sich weder an den Namen ›Nina‹ erinnern noch daran, dass sie eine Frau war.
Sie kannte sich selbst nicht.
Mit der Zeit wurde Ninas Blick schärfer. Konturen verschwammen weniger, sie erkannte Farben und Formen, Linien, Zahlen und Diagramme, die in der Luft neben ihrem Bett schwebten, exakter. Es war keine Einbildung gewesen, tatsächlich schwirrten Zahlenkombinationen, verschiedenfarbige Punkte, Linien und eine Menge ihr nicht bekannter Zeichen innerhalb eines kleinen Bereichs durch den Raum. Ab und zu griff die Frau nach einem Wert, zog ihn an eine andere Stelle, drückte hier, drehte dort, schrieb in der Luft. Entsetzt erkannte Nina, dass sie so etwas noch niemals gesehen hatte, es musste also ein Traum sein, in dem sie gefangen war. Falls sie einen Unfall erlitten hatte, fehlte auch die Apparatur neben ihr, ein anderes Bett, ein Mitpatient, irgendein Bild an der Wand, eine Tür. Hier war alles weiß, nur eine große Glasscheibe war in eine der Wände eingelassen, ihr unbekannte Symbole an den Wänden, die aber nicht größer waren als ihre Hand. Und die schwebenden digitalen Werte, Zeichen, Formen und Balken konnte sie keinem Ursprung zuordnen, sie waren einfach da, wie Staubteilchen.
Da ihr gesamter Körper immer wieder zuckte, schob sie die Decke zurück und musterte ihn. Jede Faser bewegte sich ruckartig, ohne dass sie deswegen Schmerzen verspürte. Es war aber unangenehm und sie konnte dieses Zucken nur für einige Augenblicke stoppen, indem sie den Muskelbereich des jeweiligen Bereichs bewusst anspannte.
Die Frau schien Ninas Verwirrtheit zu spüren, denn sie unterbrach die Arbeit mit den schwebenden Prozessen. »Du bist an ein Muskel- und Nervenreizsystem angeschlossen. Die Verbindungen zwischen Gehirn und den Reizleitungen müssen aktiviert werden. Du konntest nur deswegen deinen Arm bewegen, geschweige denn die Decke herunterziehen, weil du schon seit zwei Tagen daran angeschlossen bist. Es dauert nicht mehr lange, vermutlich wirst du heute Nacht alles selbst unter Kontrolle haben.«
Nina verstand kein Wort. Dieses Dingens, das ihre Nerven und Muskeln angeblich reizte, war nirgends zu sehen. Da war nichts.
»Enzymierungsprozess abgeschlossen!«
Nina erschrak. Dies hatte nicht die Frau gesagt, es war eine künstliche Stimme gewesen, wie aus einem Traum. Wo kam sie her?
»Ah, gut«, murmelte die Frau, die Nina als Ärztin ansah, und verschob wieder einige schwebenden Zahlenwerte direkt vor ihr. Sie öffnete ein virtuelles Fach, zog Zahlen dort hinein, öffnete ein anderes und sortierte wieder Symbole.
»Was ist das?« fragte Nina schließlich.
»Was? Die Stimme?«
»Auch. Ich meinte das, was Sie tun.«
»Die Stimme war Cox, das Programm, das hier alles überwacht. Und ich kontrolliere deine Werte. Die Technik ist dir allerdings unbekannt. Mit jedem Prozess, der abgeschlossen wird, hast du all das schneller hinter dir.«
Da Nina wieder von diesem unerträglich schlechten Gefühl heimgesucht wurde, schwieg sie. Vielleicht wachte sie endlich auf und konnte diesem Albtraum entfliehen. Dafür müsste sie aber einschlafen, was ihr aufgrund ihrer Müdigkeit nicht schwerfiel.
Als Nina erwachte, fühlte sie sich wesentlich klarer. Binnen Augenblicken begriff sie, wo sie sich befand, und spürte ihr Herz in ihrer Brust hämmern. Die Ärztin war gerade nicht anwesend, und als sie nach einer Türe oder Ähnlichem Ausschau hielt, fand sie nichts, das die Abwesenheit der Frau erklären konnte. Doch die Werte, Zahlen und Symbole waren noch immer da, schwebten neben ihr, verhielten sich aber ruhig. Schließlich zog sie wieder die Decke weg und musterte ihren Körper. Theoretisch war ihr bewusst, dass sie eine Frau war, sie hatte Brüste, zudem schlanke Beine und grazile Finger. Doch noch immer konnte sie sich an nichts aus einem früheren Leben erinnern. Zu dieser Erkenntnis spürte sie wieder dieses zehrende Gefühl in sich, wie eine Depression, wie ein schwarzes Loch, das sie völlig einnahm. Es schien alles zu verschlucken, was auch nur ansatzweise Hoffnung gab, zerstörte jegliche Freude in ihr, noch zu leben. Doch konnte sie sich überhaupt freuen? Auf was? Sie wusste nicht einmal, warum sie hier war. Nur, dass sie Nina hieß. Es war nur ein Name, wie eine Nummer, der nicht einmal stimmen musste.
Sie wusste nichts.
Plötzlich öffnete sich ein Teil der Wand. Es geschah absolut lautlos, nur die Schritte der Frau waren zu hören, die nun den hell erleuchteten Raum betrat. Augenblicklich drückte sie auf eines der schwebenden Symbole.
»Endomysiumregeneration abgeschlossen. Perimysiumregeneration abgeschlossen«, ertönte eine markante Männerstimme.
»Danke, Cox.« Dann wendete sich die Frau Nina zu.
»Hallo Nina. Der Schlaf muss dir gutgetan haben, die Werte sind viel besser als vor elf Stunden. Deine Nervenstruktur ist voll einsatzfähig, sämtliche Synapsen funktionieren. Wir unterziehen sie später einer Belastungsprobe.«
Nina erschrak. Neben der Erkenntnis, länger geschlafen zu haben als angenommen, fragte sie sich, woher die Stimme dieses Cox gekommen war. Und was die Ärztin mit ihr vorhatte. Weil nichts mehr an und in ihr pochte und zuckte, setzte sie sich auf, was ihr erstaunlich gut gelang. Plötzlich zogen Bilder in ihrem Gedächtnis vorbei, die sie zuvor nicht gesehen hatte. Ein Mann strich über ihr Haar und lächelte sie an. War es ihr Vater? Sie stand vor einem Fernseher, eine Frau rief sie, während sie den Tisch deckte. Dann saß sie in einem Auto und sah auf blühende Felder. Dabei rannen ihr Tränen aus den Augen.
»Dein ›Ich‹ muss sich erst an die neue Situation gewöhnen«, sagte die Frau mit leiser Stimme. »Du musst dich nicht schämen, weine einfach, wenn es dir danach ist.«
Nina fühlte nur absolute Leere in sich. Und Durst. »Kann ich etwas Wasser haben?«
Die Frau ging zu einem Teil der Wand, drückte auf einige Punkte, woraufhin sich eine Klappe öffnete und ein Beutel erschien. Diesen reichte die Frau Nina.
»Trink nicht zu schnell, dein Magen hat bisher nur kleine Mengen erhalten.«
Nina wollte nicht fragen, wie sie überhaupt etwas erhalten hatte. Gierig trank sie einige Schlucke, wunderte sich aber über die Konsistenz des Beutels und den eigenartigen Geschmack des Wassers. Dann sah sie die Frau zum ersten Mal näher an. Ihr schwarzes Haar war kurz geschnitten, reichte etwa bis zu ihren Ohren, sie war ungeschminkt und trug einen gräulich-blauen Anzug. Sie war der einzige Mensch, den sie kannte, sie kannte nicht einmal sich selbst. Dabei wunderte sie sich, zu wissen, dass Frauen sich schminkten, dass sie Wasser aus einem Beutel trinken konnte, aber rein gar nichts über sich wusste. Und dass ihr hier alles seltsam und ungewohnt vorkam. »Habe ich eine Amnesie?«
Behutsam strich die Frau über Ninas Wangen. »Kannst du dich denn an nichts erinnern?«
»Doch, einige Bilder kommen zurück. Sie sind zwar wie Blitzlichter, aber es ist schön. Sie haben gesagt, dass ich Nina heiße.«
»Ja. Ich bin Melanie Reed, sag Melanie zu mir. Keine Förmlichkeiten.« Melanie tastete einige Zeichen und Symbole ab und wendete sich wieder Nina zu. »Die Daten bestätigen, dass sämtliche Funktionen deines Gedächtnisses voll regeneriert sind. Wenn du tatsächlich unter einer Teilamnesie leidest, ist das nicht ungewöhnlich. Ich bin überzeugt, dass du dich in einigen Tagen an dein früheres Leben erinnern wirst.«
»Was ist das hier? Ein Hightechkrankenhaus?« Dabei stand sie auf, hielt sich zuerst schwankend am Rahmen des Bettes fest und ging schließlich einige Schritte. Zu ihrer Überraschung fühlte sie sich weder schwach noch ungelenk.
»Wie stellst du dir denn ein Krankenhaus vor?«
»Na mit Betten und diesen metallenen Kommoden, mit Schwestern und einer Kanüle im Arm.«
»Na wunderbar, dann hast du ja eine Erinnerung. Wie solltest du sonst wissen, wie ein Krankenhaus aussehen könnte? Oder Kanülen?«
Augenblicklich starrte Nina vor sich. Melanie hatte recht, es mussten ebenfalls Brücken aus ihrer Vergangenheit sein. Sie ging noch einige Schritte und setzte sich schließlich wieder auf die Bettkante.
»Was ist ein Prelarium?«, fragte Melanie.
»Keine Ahnung.«
»Und was ist ein Auto?«
»Ein Kraftfahrzeug.«
»Siehst du: wieder eine Erinnerung.«
Die Tatsache, Dinge aus einer Welt zu kennen, half ihr nicht, dieses erschreckend nagende Gefühl in sich zu verlieren. Seltsamerweise war sie kein bisschen müde, dafür hatte sie aber jede Menge Fragen.
»Wo bin ich hier? Was ist mit mir passiert? Hatte ich einen Unfall?«
»Nein, du hattest keinen Unfall. Aber du warst schwer erkrankt.«
»Also ist das doch ein Krankenhaus und ich bin wieder genesen?«
Melanie antwortete nicht, sondern sah Nina lächelnd an. Es war ein seltsames Lächeln, bei dem Nina spürte, dass die Ärztin Scheu hatte, ihre Fragen zu beantworten. War sie überhaupt eine Ärztin?
»An was war ich erkrankt?«
»Du hattest ein unheilbares Lungenleiden.«
»Okay. Aber unheilbar war es anscheinend dann doch nicht? Ich sitze ja hier.«
»Damals schon.«
»Damals?«
Nun griff Melanie nach Ninas Händen. Sofort spürte Nina einen Schauer über ihren Rücken wandern. Es tat gut, diese Hände zu spüren, es war willkommene Nähe inmitten eines riesigen Lochs, in das sie immer tiefer hineingezogen wurde.
»Du hast dich damals einem Programm unterzogen, das Menschen die Möglichkeit bietet, sich einfrieren zu lassen. Du warst in einem Kryonikschlaf.«
Irrer Trip in die Zukunft, die Wendung hätte ich nie erwartet.
Spannende Zukunftswelt.
Die Geschichte ist ziemlich spannend geschrieben, die Protagonistin ist sympathisch.
