Andreas Otter
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Cover: Die Letzten. Verlust

Endzeitroman · Band 2 · Die Letzten

Verlust

»Wie weit würdest du gehen, um zu überleben?«

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Klappentext

Ein Jahr nach dem Ausbruch einer verheerenden Pandemie finden Robert, seine Kinder Hanna und Alexander sowie Sarah Zuflucht in einer Burggemeinschaft. Doch das Schicksal ist unbarmherzig: Wasser wird zur Mangelware und eine feindliche Gruppe belagert die Festung.

Um dem drohenden Tod zu entgehen, müssen die Bewohner fliehen. Während sich Hanna, Alexander und Robert auf ihrer Flucht gemeinsam durch eine sterbende Welt kämpfen, muss Sarah auf sich allein gestellt ihre größten Ängste besiegen.

Denn sie ist nicht die Einzige, die überleben will. Und sie alle werden von einem neuen, unsichtbaren Feind bedroht.

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Kapitel 1

Ein Jahr

Sarahs Finger zuckten nicht ein einziges Mal. Während sie den Abzug hielt, versuchte sie, den Bereich zwischen den Augen anzuvisieren. Nur wenn es plötzlich fliehen würde, müsste sie auf den Körper zielen, aber dann konnte es sein, dass man einige hundert Meter hinterherlaufen musste.

Schließlich fiel der Schuss. Auch ein zweiter war nun zu hören, und Sarah vermutete, dass er von Robert stammte. Das Reh fiel zu Boden und rührte sich nicht mehr.

Auf dem Weg zum erlegten Wild sah Sarah Robert hinter einem Baumstamm hervorkommen. Er hob den Daumen, blieb aber stehen, um die Umgebung zu sichern. Auch Sarah sah sich erst um, bevor sie das Seil um die Beine des Rehs band und es liegen ließ.

Anschließend schlich sie mit Robert weiter durch den Wald. Außer Vogelgezwitscher war nichts zu hören, und weil auch das gefürchtete Knurren eines Hundes ausblieb, wagten sie es, bis in den Teil des Waldes vorzudringen, der aufgrund engstehender Fichten schlecht einzusehen war. Es war viel über den Rückgang des Wildes in ihrer direkten Umgebung spekuliert worden, doch erst, als man größere Hundemeuten gesichtet hatte, ahnten sie, dass es nun eine weitere Gefahr zu beachten galt. Auch wenn die Hunde das Wild nicht unbedingt rissen, so verscheuchten sie es offenbar aus diesem Teil der Wälder. Und nach wie vor wussten sie nichts über andere Menschen, die womöglich im Umkreis der Burg lebten, und deren Jagdrevier hier angrenzte. Also waren sie einige Kilometer weiter als üblich gefahren, und hier schien das Wild keinen natürlichen Feind zu haben. Nie zuvor hatte Sarah derart viele Wildschweinspuren gesehen, Rehgruppen und Hasen, die über das Laub flitzten.

An der Grenze zu einem Laubwald blieben sie stehen und spähten an den Baumstämmen vorbei. Plötzlich rauschte Roberts Funkgerät. Aufgeregt drückte er den Knopf und horchte. Es war Ben, der ihnen mitteilte, zusammen mit Frank das erlegte Wild auf die Ladefläche des Jeeps verladen zu wollen. Als er sich nach ihrem Standort erkundigte, antwortete Robert, noch auf den vor ihnen liegenden Höhenzug gehen zu wollen und dann zurückzukehren.

»Sie warten auf uns«, zischte Sarah. »Wie viel Zeit haben wir?«

»Vielleicht zwanzig Minuten. Wir sollten es nicht übertreiben.«

Sarah nickte, hob das Gewehr und sah sich um. Dann ging sie los.

Robert lief einige Schritte versetzt hinter Sarah. Immer wieder blieben sie stehen, horchten, sahen sich um, doch nichts war zu hören.

Als Sarah neben einem Felsen einen großen schwarzen Fleck auf dem Boden erblickte, winkte sie Robert zu sich und sah sich den offenbar verbrannten Bereich näher an.

»Eine alte Feuerstelle«, erklärte er. »Es liegen noch verbrannte Knochen herum. Offenbar hat hier jemand seine Beute gegrillt und gegessen. Sieh dich mal um, ob hier noch mehr ist!«

Sarah lief der Schweiß ins Gesicht und blieb an ihren schwarzen Strähnen hängen. Es war derart heiß geworden, dass sie immer wieder ihre Finger an der Hose abwischen musste. Seit Wochen hatte es nicht mehr geregnet, und die ersten Pflanzen senkten ihre Spitzen vertrocknet zu Boden.

Offenbar war dies die einzige Feuerstelle, denn trotz intensiver Suche fanden sie nichts, was auf andere Menschen hinwies.

Kurz darauf erklommen sie den Kamm des Hügels und blickten in das Tal. Unter ihnen schlängelte sich ein Bach durch hohes Gras, dahinter war ein weiterer bewaldeter Hügel zu erkennen. Und dann der Höhenzug der Alpen.

»Das ist doch nicht möglich!«, sagte Sarah und schwenkte ihren Blick von Robert zu der langgezogenen, gräulichen Bergkette, die mit dem Horizont zu verwachsen schien.

»Charly hat gesagt, dass dieses Phänomen seit dem Frühling zu beobachten ist. Offenbar hat es mit dem geringeren Dunst in der Luft zu tun, der womöglich mit dem schwindenden CO 2 -Gehalt einhergeht. Es gibt keine Menschen mehr, die die Luft verpesten. Die Luft ist reiner, deshalb kann man weiter sehen.«

»Also hat man vor diesem ganzen Mist die Berge von hier nicht sehen können?«, fragte Sarah.

»Vermutlich nicht.«

Fasziniert glitt Sarahs Blick an der Bergkette entlang. Von Dießen aus waren die Berge immer zu sehen gewesen, doch mehr als hundert Kilometer nördlich des Ammersees hätte sie das nicht für möglich gehalten.

Wieder knarzte Roberts Funkgerät.

»Wir müssen zurück«, sagte er knapp. »Wir brauchen wenigstens eine Viertelstunde zu unserem Auto.«

Gerade als sich Sarah umdrehen wollte, blieb sie wie angewurzelt stehen. Aufgeregt wies sie auf den nächstgelegenen Hügel. »Schau, unten am Jägerstand!«

Als Robert die drei Personen erkannte, riss er Sarah mit sich auf den Boden. Dann hob er sein Gewehr und spähte durch das Zielfernrohr. »Sie haben uns nicht gesehen, aber sie müssen die Schüsse gehört haben.«

Nun schaute auch Sarah durch das Fernglas. Die drei Männer schienen miteinander zu diskutieren, doch keiner von ihnen sah zu ihnen. Offenbar hatte Robert mit seiner Vermutung recht, dass sie nicht entdeckt worden waren.

»Gut, dass wir zwölf Kilometer von zuhause entfernt sind«, flüsterte sie.

Warnend legte ihr Robert eine Hand auf die Schulter. »Es kommen noch mehr!«

Tatsächlich kletterten aus dem Jägerstand zwei weitere Personen nach unten. Und als einer von ihnen direkt in ihre Richtung sah, schauderte Sarah.

»Zurück!«, befahl Robert. »Sofort!«

Sarah zögerte nicht. Sie robbte mit Robert rückwärts, stand auf und lief neben ihm durch den Wald. Trotzdem blieben sie immer wieder stehen, um zu horchen und die unmittelbare Umgebung zu inspizieren. Doch auch auf dem Rückweg begegnete ihnen niemand.

Auf der Fahrt zurück zur Burg saß Sarah neben erlegten Rehen, Wildschweinen und Hasen gegenüber von Robert auf der Ladefläche des Jeeps und sah den aufgewirbelten Staubwolken hinterher. Sie hielt ihr Gewehr im Anschlag, doch niemand folgte ihnen, alles blieb gespenstisch ruhig. Die fünf Fremden waren die ersten Menschen, die sie seit Langem außer den Bewohnern der Burg gesehen hatte.

Trotz dieser Begegnung spürte Sarah, dass sie noch nicht zurückwollte. Nicht wieder hinter die Mauern der Burg, die ihr zwar Sicherheit gaben, aber auch das Gefühl des Eingeschlossenseins. Sie lebten nun seit drei Monaten auf der Harburg, während hier draußen das Sterben weiterging. Nicht wegen des Erregers; schuld waren die Menschen. Viele von ihnen waren zu Bestien geworden, die raubten, mordeten und vergewaltigten. So sehr sie die Mauern der Burg willkommen hieß, so sehr hasste sie sie auch. Dennoch würde sie niemals freiwillig in die sterbende Welt zurückkehren, um nicht noch einmal das erleben zu müssen, was nach dem vergangenen Winter passiert war.

Das Rauschen des Funkgeräts riss sie aus ihren Gedanken. Ben und Frank kündigten ihre gemeinsame Rückkehr an, und die Scharfschützen auf den Burgmauern würden sich bereitmachen, die Einfahrt zu sichern. Sie schämte sich ein bisschen, denn sie hätte an der Jagd ohne Roberts Begleitung nie teilgenommen. Robert und Alexander waren die einzigen Männer, die sie in ihrer Nähe duldete, ohne diese lähmende Beklemmung zu spüren.

Ihr war klar, dass Robert das wusste, und sie war froh, dass er es nicht kommentierte. Auch nach drei Monaten hatte sie ihr Trauma nicht ablegen können.

Einige Hundert Meter vor der Burg passierten sie die gemähten Getreideflächen. Vor einigen Wochen hatten sie Weizen und Gerste geerntet, traditionell mit einem Traktor und allen notwendigen Geräten, doch abgeschirmt durch acht bewaffnete Wachposten, die sich teilweise sogar in den umliegenden Wäldern auf die Lauer gelegt hatten, um die Ernte vor Plünderern zu schützen. Doch es war niemand gesichtet worden, außer zwei Männern, die um Einlass in die Burg gebeten hatten, so wie sie selbst drei Monate zuvor.

Der ausgebaute Feldweg, auf dem sie fuhren, war die einzige Straße, die zumindest bedingt befahrbar war, denn die breite Auffahrt von der Landstraße zur Burg war nach wie vor aus Sicherheitsgründen mit mehreren Stapeln Autoreifen versperrt.

Vor den zwei querstehenden Lastwagen machten sie halt. Dort stieg Ben aus, fuhr einen der beiden LKW einige Schritte nach hinten, ließ Frank durch die entstandene Lücke fahren und schloss die Durchfahrt wieder. Es war die einzige Sperre der zweiten Straße, die zur Burg führte, und sie hielt zumindest herkömmliche Autos ab, zu ihnen durchzudringen.

Nachdem das Burgtor hinter ihnen geschlossen worden war, öffnete sich das zweite Portal. Nun sah Sarah die neugierigen Blicke der anderen über die Ladefläche schweifen. Immerhin hatten sie sechs Tiere, und das war mehr als bei den zwei Touren zuvor.

Charly, der Vogt, und Ralf begrüßten die Rückkehrer und nickten erfreut, als sie die Beute sahen.

»Irgendwelche Erkenntnisse?«

Sarah schüttelte den Kopf und sah zu Frank. Er war der Leiter der Jagd gewesen und hatte intensiv nach Spuren gesucht. Roberts Bericht über die Fremden hatte ihn nicht aus der Ruhe gebracht, denn jedem war klar, dass die Bewohner der Harburg nicht die einzigen Überlebenden sein konnten. Doch von nun an sollte sich niemand mehr von der Gruppe trennen, und sie würden ihre Routen weniger ausdehnen.

»Keine Hülsen oder anderen Müll gefunden. Aber in unserem Wald zwei angefressene Kadaver. Die Hunde haben sich entweder vermehrt oder sie leiden Hunger. Vier Kilometer weiter scheint alles okay zu sein.«

Charly runzelte die Stirn. »Dann müssen wir wohl bald auf Jagd nach den Hunden gehen. Ich lasse nicht zu, dass sie unseren Bestand auffressen oder verjagen.«

»Ich bin dabei«, murmelte Frank, »Hund würde unsere Speisekarte etwas abwechslungsreicher machen.«

Charly lächelte, die Männer hoben das Wild von der Ladefläche und trugen es in den Raum, in dem die Tiere zerlegt wurden.

Augenblicke später sah Charly zu Sarah. »Hast du irgendwas gesehen?«

»Nein. Es war alles still. Zu still.«

Er nickte nur knapp und half den anderen, die Beute zu tragen.

Als Robert und Sarah zu ihrer Unterkunft gingen, kam ihnen Hanna entgegen. »Ihr kommt spät, aber es hat noch nicht begonnen. Alexander ist schon vorne und stellt die Schilder auf.«

»Habt ihr auch …?« Sarah stockte.

»Natürlich, was glaubst du denn. Er legt das von deinem Vater ganz nach vorne.«

Sarah schluckte. Sie verfluchte seit Tagen den heutigen Gedenktag, denn er würde alle mühsam verdrängten Erinnerungen wieder hervorholen. Heute jährte sich zum ersten Mal der Tag, an dem alles begonnen hatte: das große Sterben.

Etwas später stand Sarah neben Hanna, Robert und Alexander inmitten der Bewohner. Der Burghof war mit Blumen geschmückt, und die Holzschilder lagen in einem großen Kreis um den defekten Brunnen. Auf ihnen standen die Namen der Verstorbenen, um die die Überlebenden seit Ausbruch der Pandemie trauerten.

Vor der Menge standen der Vogt und Theresa. Sie warteten, bis alle verstummt waren, und sahen sich kurz an. Dann zündete Theresa eine Kerze an und stellte sie vor die kleinen Holzschilder. Charly entzündete eine zweite und stellte sie ebenfalls auf den Boden. Sie blieben dabei stumm, denn sie wussten wohl, dass keine Worte das beschreiben konnten, was die Menschen fühlten. Jeder von ihnen hatte seine eigene Geschichte, zum Teil grausamste Dinge erfahren, und jeder hatte den Tag, an dem alles begonnen hatte, anders erlebt. Er steckte noch immer wie ein giftiger Stachel in ihnen.

Hanna spürte, wie sehr sich Sarah zurückzog, und nahm ihre Hand. Es gab nicht sehr viele Gelegenheiten, ihrer Freundin nahezustehen, doch sie nutzte die wenigen konsequent. Zwar schliefen sie nach wie vor in einem Zimmer, aber die Aufgaben, die das Überleben ihrer Gemeinschaft sicherten, waren sehr umfangreich und zeitintensiv.

Als Sarah nach vorn ging und eine Kerze auf das Holzschild ihres Vaters stellte, taten es ihr Robert, Hanna und Alexander gleich. Sarah befürchtete, Tränen zu vergießen, doch sie konnte nicht weinen. Trotz der schmerzenden Erinnerungen an ihren Vater dachte sie an den Rückgang des Wildes, an den täglichen Transport des Wassers vom Fluss hinauf zur Burg und an die Wachposten auf den Burgmauern. Nicht einmal jetzt konnte sie sich von den quälenden Gedanken um ihre Sicherheit lösen, obwohl sie seit ihrer Ankunft sicherer lebte als das ganze Jahr zuvor.

Als Robert an diesem Abend von Theresa und Charly aufgesucht wurde, stutzte er. Die höchsten Mitglieder des Rates würden niemals zu ihm kommen, wenn nichts Wichtiges geschehen wäre. Robert wusste zwar, dass er sich um den Rang eines wichtigen Angehörigen dieser Gemeinschaft verdient gemacht hatte, aber nicht alle Informationen erreichten die Bewohner.

»Hast du etwas Zeit?«, wollte Charly von ihm wissen. Robert nickte nur und folgte den beiden mit einem seltsamen Gefühl in der Magengegend in den äußeren Burghof. Hier, neben den Solarzellen, den Gewächshäusern und Gemüse- und Obstbeeten, spielten nur am Tag die Kinder, denn nach Einbruch der Dunkelheit musste jeder von ihnen seine Unterkunft aufsuchen. Es war eine der vielen Sicherheitsregeln.

»Sarah hat sich mehrmals um den Wachdienst beworben«, begann Theresa, »und du weißt, dass wir ihr das bisher aus guten Gründen verwehrt haben. Wie war sie heute bei der Jagd?«

»Sie war vorbildlich. Beinahe wie ein Laufwerk.«

»Dennoch wäre sie nicht mit Ben und Frank gefahren, wenn du nicht dabei gewesen wärst.«

»Ich weiß. Das ist kein Problem für mich. Wir sind ein eingespieltes Team.«

Im Schein zweier brennender Fackeln konnte Robert Charlys besorgtes Gesicht gut erkennen. Er wusste, dass die beiden Scheu hatten, Sarah eine verantwortungsvolle Aufgabe zu übertragen. Man musste sie nicht gut kennen, um herauszufinden, dass sie in sich gekehrt und menschenscheu war. Gerade Männern gegenüber. Und die nächtlichen Albträume, die häufig in Schreikrämpfen ausarteten, offenbarten sie als traumatisiertes, gebeuteltes Opfer, das zwar den Schutz der Gemeinde dringend benötigte, aber als unberechenbar galt. Der Rat wollte sie nicht mit einer Waffe in der Hand auf den Burgmauern Wache laufen lassen, und Robert konnte das gut verstehen. Hanna hatte ihm oft von Sarahs Phasen erzählt, in denen sie nachts im Bett saß und aus dem kleinen Fenster starrte.

Doch Sarahs Zustand war nichts Neues, und Robert wunderte sich über Theresas und Charlys Fragen. Hatten sie ihn nur deshalb geholt?

Theresa schien Roberts Skepsis zu bemerken. »Wir haben morgen eine Versammlung im Pfisterbau. Da die Kinder nicht dabei sein sollen, hat sich deine Tochter freiwillig gemeldet, sie währenddessen in Grundkunde zu unterrichten.«

Robert stutzte. Wenn die Kinder nicht dabei sein sollten, konnte es sich nur um etwas Besorgniserregendes handeln. »Warum erfährt es Hanna vor mir?«

»Du warst auf der Jagd, und wir mussten organisieren.«

»Okay.«

Theresa legte ihm eine Hand auf die Schulter. »Es ist etwas geschehen, und wir müssen über den weiteren Weg gemeinsam entscheiden. Deshalb morgen die Versammlung.«

Als sie ihn alleine ließen, spürte Robert ein unangenehmes Gefühl in seiner Magengegend. Doch dann versuchte er, daran zu glauben, dass nur etwas geplant werden musste, und dazu der Großteil der Bewohner benötigt wurde.

Etwas später stand Robert auf der Nordmauer der Burg und spähte mit dem Nachtsichtgerät in den Wald. Hier und da sah er ein Eichhörnchen, manchmal einige Katzen, einmal erkannte er sogar einen Dachs. Weil er nichts anderes entdeckte, schaltete er das Gerät wieder ab. Zwar hatten sie einen riesigen Bestand an Batterien, trotzdem durfte niemand von ihnen fahrlässig mit dem Gebrauch elektronischer Geräte umgehen. Es genügte, wenn sie alle zehn Minuten die Umgebung beobachteten, das Gerät ausschalteten und dann den Standort wechselten.

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Hörbuch

Das Hörbuch zum Reinhören

Foto: Philipp Engelhardt

Gesprochen von

Philipp Engelhardt

Ungekürztes Hörbuch

Hörprobe · 3:00 min

Mit freundlicher Genehmigung von Hörbuchmanufaktur Berlin

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