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Historischer Roman · Band 2 · Die Götter-Saga
Die Hallen der Götter
»Wenn die Götter rufen, musst du dich entscheiden.«
Klappentext
Bremen, anno 1004. Henrik, einst Sklave der Nordmänner, hat in der christlichen Hansestadt an der Seite der eisernen Agnes und des Diebes Marius ein neues Leben gefunden. Doch die Vergangenheit lässt ihn nicht los: Ranveig, Tochter seines ehemaligen Herrn, steht vor seiner Tür. Ihre Familien wurden von Sklavenhändlern verschleppt. Die Spur führt nach Süden, und Henrik muss wählen.
Die Reise führt Henrik und seine Gefährten von Dänemark über das Mittelmeer bis nach Ifrikia, an die Sklavenmärkte Nordafrikas. Schließlich werden sie in der Wüste gezwungen, alles zu überdenken, was sie zu wissen glaubten, denn die alten Götter haben dort keinen Zutritt.
Eine epische Wikinger-Reise an die Grenzen der bekannten Welt: zwischen alten Göttern und neuem Glauben, zwischen Loyalität und Selbstverrat, zwischen Heimat und Heimkehr.
Kapitel 1
Das Spiel der Götter
Die Versammlung
Firthskur, östliches Norwegen
Um 1004 n.Chr.
Mit demütiger Miene nahm Otraud Völsungsdottir Arna die Axt ab. Als Tochter des yfirmannr, des Ersten Mannes des Dorfes, oblag es Otraud, die Geladenen bereits hinter den Stufen zur Schildhalle zu begrüßen. Dabei lächelte sie die Kriegerin scheu an. Der Bekanntheitsgrad Arnas reichte bis ins ferne schwedische Land sowie weit in den Süden. Arna würde sich nicht wundern, wenn sie auch in England als Walküre verehrt würde, als stolze Kriegerin Odins, deren Antlitz aufgrund einer Narbe über ihrer gesamten linken Gesichtshälfte sowie des entfernten Auges auf viele Gegner noch viel furchteinflößender wirkte. Wer wusste schon, ob Odin ihr dieses Aussehen nicht deshalb verliehen hatte, um ihr dadurch noch mehr Kraft zu schenken.
Otraud nahm auch die Waffen und Schilde aller anderen Gäste ab. Es waren nur Männer geladen, Arna hingegen galt seit jeher als Ausnahme. Nicht einmal der Dorfoberste wagte es, Arna auszuschließen. Viel zu fest war das Band der Freunde, die vor Jahren in Vinland gewesen waren, einem Land, zu dem ihre Götter keinen Zutritt hatten und das nahe an ginnungagap lag, dem Rand der Erde, von wo aus man ins Nichts fiel.
Bothild war die andere Frau, die an dieser Versammlung teilnahm. Die Gemahlin Völsungurs und somit die yfirfrodr, die erste Frau des Dorfes, saß auf dem reich verzierten Stuhl neben ihrem Mann. Das silberne Diadem auf ihrem bereits ergrauten Haar unterstrich ihre hohe Stellung, blau angemalte Augenlider zeugten von Strenge und Autorität.
So traten auch der hünenhafte Mjöllnir ein, Grimar, Radvald, Ragnar und Balbó, Sohn des Einar, der in Vinland gefallen war, Sigurd sowie viele andere Freunde.
Arna ahnte, warum Völsungur sie hatte rufen lasen. Radvald hatte der Versammlung sogar fernbleiben wollen, weil er ahnte, es könnte zu einem Aufstand kommen. Ruhig sah sie in die Gesichter der etwa zwanzig Männer. Mehr waren sie nicht mehr, seit Jahren zogen Familien weg oder wurden vertrieben. Dies würde ihr nicht passieren, eher ging sie in den Tod. Der Platz an der Seite ihrer Vorfahren in den Hallen Walhalls war ihr sicher. Es gab also keinen Grund, dem Tod zu trotzen.
Während Otraud und Mirda, eine sächsische Sklavin Völsungurs, Met austeilten sowie Fleisch auf der langen Tafel präsentierten, blickte Arna in Radvalds Gesicht. Sie spürte direkt seinen Widerwillen, seine Abscheu dem gegenüber, was folgen sollte. Viel zu oft hatte der yfirmannr Gespräche mit einzelnen Familien geführt, sogar Silber geboten, und nicht alle widerstanden dem teilweise großzügigen Angebot.
Für kein Land der Welt, für keine Menge an Silber verriete sie je ihre Götter.
Unter schneller klopfendem Herzen sah sie auf die Schilde, die an den Balken des Hauses sowie unterhalb der Decke angebracht hatte. Auf allen prangten Runen, die die Namen ihrer Götter offenbarten, deren Taten, deren Mut und Tapferkeit. Sie sah Thor ebenso wie Freija, Loki, Frigg, Baldur, Tyr, Angrboda oder auch Ymir, den Riesen. Es lag abseits ihrer Vorstellungskraft, ihren Göttern den Rücken zu kehren, es war schlimmer als der grausamste Tod, als jede Sklaverei oder vernichtender Hunger.
Je länger Völsungur wartete, desto lauter wurde das Gemurmel der anderen. Einige tranken und aßen, Arna jedoch fasste nichts an. Erst musste sich herausstellen, ob der yfirmannr tatsächlich die Frechheit besaß und sie um das Unmögliche bat.
»Bei Odin, ich heiße euch alle willkommen in meinem Haus!«, unterbrach schließlich Völsungurs Stimme die vereinzelten Gespräche. Mit einem Mal waren nur noch Otraud und die Sklavin zu hören, die mit den Hörnern klapperten. Der etwa vierzigjährige Mann blickte einige Momente stumm auf die Gäste, um es noch ruhiger werden zu lassen.
»Diese Versammlung hätte durchaus früher stattfinden müssen, doch ich ahnte nicht, wie sehr sich die Schlinge um unsere Hälse zieht.«
»Es ist keine Schlinge!«, antwortete Mjöllnir mit tiefer Stimme. »Es sind nur die Worte des wehrlosen Christengottes!«
Völsungur ging nicht auf den Einwand ein, stand nun auf und ließ sich ein Leder geben, auf dem eine Karte aufgezeichnet war. Dieses hielt er ihnen entgegen. Es war leider zu weit weg, sodass Arna kaum etwas erkennen konnte.
»Der Landlord hat nun auch seine Söhne mit dem Zeichen des Christentums taufen lassen. Immer mehr Siedlungen, ganze Dörfer, werden auseinandergerissen. Ihr Einfluss wird stärker, ihre Kraft ebenso. Ihr alle wisst, dass nur noch christliche Händler von den Zöllen ausgeschlossen sind. Wir zahlen teilweise mehr, als wir erbeuten. Im Westen und Süden hungern die Familien, weil sie nicht beliefert werden.«
»Das wissen wir alles!«, antwortete Sigurd, ein enger Freund und wahrhaftiger Odinssohn.
Der yfirmannr wartete etwas, trank und setzte sich wieder. »Ihr wisst, dass sich etwas ändern muss. Firthskur ist dem Untergang geweiht, früher oder später.«
Plötzlich knallte ein Horn laut auf dem Tisch auf. Es war Radvald, der sich Völsungur entgegenstreckte. »Ändern heißt, dass du seit Wochen versuchst, die Familien zu bestechen, damit sie das Christentum annehmen?«
»Ja. Ich versuche, unser Dorf zu retten.«
»Indem du uns dazu bringen möchtest, unsere Götter zu verraten?«
»Glaubst du, es fällt mir leicht? Jeder Winter wird noch schlimmer als der vorherige, es gibt Häfen, die keine Schiffe aus Dörfern einlaufen lassen, die noch an die wahren Götter glauben. Ihr wisst, dass sie uns Heiden nennen, ihre Ausgrenzung uns gegenüber weitet sich von Tag zu Tag aus.«
Es entstand Gemurmel, empörte Stimmen waren zu hören, viele äußerten sich aber nicht. All das, was Völsungur von sich gab, war nichts Neues für Arna, eine Erscheinung der letzten Jahre, die immer drastischer wurde. Das Christenkreuz zog sich über die Welt wie ein Geschwür, wie die Flechte um den Stamm eines Baumes. Und mit ihm die plappernden Priester, die wie Lämmer um ihr Leben flehten, bevor man ihnen den Kopf von Hals schlug.
»Ihr alle wisst das!«, wiederholte der yfirmannr. »Ich sehe keine Möglichkeit, wie wir auf Dauer überleben sollen!«
Wutentbrannt stieß Arna in die Höhe. »Wie wir das überleben sollen?«, schrie sie. »Wie kannst du so etwas fragen? Natürlich indem wir kämpfen! Wenn wir fallen, dann an der Seite unserer Freunde.«
Viele der Männer stimmten ihr mit lauten Worten zu, viele andere blieben aber still. So viele, dass Arna entsetzt um sich sah. Offenbar zweifelten mehr von ihnen, als sie befürchtet hatte. Nur kurz wurde ihr Blick brüchig, bevor sie Völsungur musterte. »Du möchtest dich zum Kreuz bekennen?«
Der yfirmannr schwieg einige Augenblicke, trat dann vor und schloss kurz die Augen. »Ja, wenn ich den Frieden und das Überleben unseres Dorfes dadurch sichern kann.«
Arna wusste nicht, was sie sagen sollte. Männer schrien wütend ihre Wut heraus, andere schimpften, einige sagten aber wieder nichts.
»Das kannst du nicht tun, Völsungur.« Arnas Lippen zitterten vor Wut. Er war es einst gewesen, der sie hatte zeichnen lassen, nach einem Thing, in dem sie sogar freigesprochen worden war. Dennoch hatte man ihr Gesicht zerschnitten. Es war ein reiner Akt der Reinwaschung gewesen, damit Völsungur sein Gesicht hatte wahren können. Wir oft hatte sie davon geträumt, seinen Kopf abzuschlagen und ihn den Raben zum Fraß vorzuwerfen.
Womöglich musste sie es nun jetzt tun.
»Arna, ich schätze deine Treue sehr«, beschwichtigte der yfirmannr, »aber es geht um die Zukunft unserer Heimat. Immer öfter dringen die Ereignisse im Süden und Westen an mein Ohr. Einzig im Norden und in Richtung der Schweden scheint der Christengott noch keinen Zugang zu haben.«
»Die Zukunft unserer Heimat kann nicht von den wahren Göttern getrennt werden!«, rief nun Balbó.
Obwohl er erst dreizehn Jahre alt war, wirkte er viel älter. Für Arna hatte er zweifelsfrei die Stärke und die Treue zu den Göttern von seinem Vater Einar geerbt.
»Niemals!«, wiederholte Balbó.
Wieder entstand wildes Gemurmel, einige Männer stritten sich, Völsungur hob aber eine Hand, bis es schließlich wieder ruhig wurde.
»Ich werde euch alle entscheiden lassen. Achtzehn Männer und eine Frau!« Dabei blickte er kurz zu Arna.
»Und was ist mit den andern, die sich weigern, auch wenn sich die Mehrheit für das Christenkreuz entscheidet?«, wollte Radvald wissen. »Zwar glaube ich nie und nimmer, dass das geschehen wird, doch was wäre dann?«
»Dann gilt Firthskur als christlich und wir können wieder Handel treiben und auf Raubzug gehen.«
»Du verkaufst unsere Götter!«, herrschte Arna ihn nun an.
Auch Mjöllnir und einige andere standen auf, fluchten laut, schimpften, bis Völsungurs Leibwache zu den Waffen griff.
»Ich dulde keine beleidigenden Worte gegen meine Familie!«, brüllte nun Bothild. Es war das erste Mal, dass sie sich äußerte. »Nicht in meinem Haus. Völsungur ist der yfirmannr und er entscheidet zum Wohl unserer Leben, unserer Zukunft. Und nun ist es so, dass nicht einmal er entscheidet, sondern die Mehrheit!«
Arna ignorierte Bothilds Einwand, sie sah die yfirfrodr nicht einmal an.
»Es reicht, wenn du es in Betracht ziehst!«, sagte sie in Richtung Völsungur. Und dies wesentlich leiser, als sie vorgehabt hatte. Sie musste aufpassen, den yfirmannr nicht wütend zu machen. Neben der Treue zu den Göttern ging es auch ihr um das Wohlergehen Firthskurs.
Da rückte Radvald nahe an Arna heran. »Er hat nicht die Eier, es selbst zu entscheiden! Er will uns spalten, uneins werden lassen.«
Arna nickte nur. Sie konnte kaum atmen, konnte nicht fassen, was gerade geschah. Es war, als risse man ihr Herz aus dem Leib, kein Verrat konnte größer und schwerwiegender sein als das, was Völsungur vorhatte. Für sie war er kein yfirmannr mehr, kein Mann, den sie auch nur noch ansatzweise als Führer ansehen konnte. Er war schwach wie die Christenmenschen, und es hätte sie nicht gewundert, wenn er sich augenblicklich niederknien und die Hände falten würde.
»Wir stimmen ab!«, unterbrach Völsungurs Stimme jeden weiteren Gedanken. »Wir benötigen eine Entscheidung, eine Richtung. Bitte bedenkt, dass es um unsere Zukunft geht, um das Leben unserer Frauen und Kinder. Und darum, wie wir leben wollen. Als gejagte, geächtete oder als freie Menschen.«
»Frei?«, höhnte Balbó? »Indem wir unsere Götter verraten?«
»Schweig!«, befahl der yfirmannr scharf. »Ich lasse nicht zu, dass du die Entscheidung den anderen beeinflusst.«
Nur kurz blickte Arna zu ihrer Streitaxt am Eingang des Hauses. In bunten Bildern malte sie sich aus, sie an sich zu nehmen, Völsungurs Kopf damit zu spalten und die Gedärme dieses Verräters im gesamten Raum zu verteilen. Dann fiel aber ihr Blick auf die Schilde, auf die Runen und Zeichnungen, auf die Symbole und Linien an den Balken, den Wänden, auf den Füßen der Tische. Wie konnte Völsungur nur?
Um die Empörung und die Zwischenrufe zu stoppen, hob der yfirmannr abermals die Hand. Es dauerte diesmal länger als zuvor, bis es ruhiger wurde. Entsetzt erkannte Arna, dass die Männer tatsächlich bereit dazu waren. Vermutlich deswegen, weil sie freie Wahl hatten.
»Wir stimmen jetzt ab. Ihr seid stolze, freie Männer und ihr habt das Recht, eure Zukunft selbst in die Hand zu nehmen, sollte sie nicht schon von den Göttern vorbestimmt sein. Wer ist dafür, das Christenkreuz anzunehmen und uns wieder in Freiheit leben zu lassen?«
Mit angehaltenem Atem starrte Arna um sich. Zunächst erhoben sich nur einige Männer, dann weitere, und so versuchte sie abzuzählen, ob es mehr als die Hälfte waren. Alles an ihr zitterte, ihr Magen rebellierte – die Frage, sich ein Schwert in das Herz zu stoßen, könnte sie nicht stärker niederschmettern. Da sie aufgeregt war, zählte sie noch mal, kam aber nicht auf mehr als sieben Männer.
Völsungur wartete lange, als wünschte er, noch einige aufstehen zu sehen. Doch sie blieben sitzen.
»Und wer ist dagegen?«
Schneller als die zuvor standen nun die anderen Männer auf. Aufgeregt zählte Arna acht, dann neun. Dabei atmete sie tief aus.
Wieder wartete Völsungur, bevor er die drei ansah, die sich einer Entscheidung enthalten hatten. »Ihr müsst wählen!«
Schließlich standen auch sie auf. Es waren Malki, Sven und Björn, alle aus dem Hafengebiet.
»Wir sind gegen das Kreuz!«, sagten sie schließlich.
Triumphierend blickte Arna in Völsungurs Gesicht. Es war knapper als gedacht, die völlige Katastrophe war aber nicht eingetreten. Dennoch warf sie denjenigen, die für das Kreuz gestimmt hatten, einen verächtlichen Blick zu.
Der yfirmannr nickte nur. Kein Wort kam über seine Lippen, er setzte sich, trank etwas, dann ließ er die Männer essen und trinken. Die Blicke zwischen ihm und Bothild gaben Arna allerdings zu denken. Hatten die beiden bereits einen Plan, weil sie mit dem Ergebnis gerechnet hatten? Wiederholte Völsungur die Wahl so lange, bis sie endlich zu seinen Gunsten ausfiel? Währenddessen stritten einige der anderen, wogen Vorteile ab. Mjöllnir, Radvald, Grimar, Sigurd, Ragnar und Balbó hingegen setzten sich nahe zu Arna.
»Er wird es nicht annehmen!«, flüsterte Radvald ihnen zu. Dabei wackelte sein Haarschwanz neben den rasierten beiden Kopfhälften stark herum. »Ich kenne ihn. Er wird es nicht auf sich beruhen lassen.«
»Aber wir haben abgestimmt!«, antwortete Mjöllnir. »Es ist der Wille der Mehrheit. Es hat es selbst gesagt.«
»Mjöllnir, ich sage dir, dass Völsungurs Zunge gespalten ist. Er hat zu viel Zeit mit den Christen verbracht. Ich spüre es, ich sehe es in seinem Gesicht.«
Arna glaubte Radvald, zumal seine Vorahnungen oftmals zutrafen.
Balbó schüttelte den Kopf. »Ich verlange von ihm, dass er die Entscheidung annimmt. Alle Männer des Dorfes waren zugegen, es wäre eine Schande, wiederholte er die Abstimmung.«
»Er kann sie unzählige Male wiederholen«, antwortete Grimar. »Er ist der yfirmannr.«
Einige Männer begannen, die Versammlung zu verlassen, weitere folgten. Auch Arna hatte keine Lust, sich vom Fleisch dieses Verräters zu ernähren. Wer wusste es schon, vielleicht hatte er die Ziegen zuvor mit dem Christenwasser taufen lassen. Noch immer entsetzt, aber gleichzeitig erleichtert um das Ergebnis, stand sie auf und verließ die Halle. Ihre Freunde folgten ihr.
Im Freien schlug sie wutentbrannt ihre Axt in einen der Stämme. Zwei ebenfalls Austretende beobachteten sie, gingen aber weiter.
»Er zieht die Ehre meines Vaters in den Schmutz!«, ereiferte sich Balbó. »Vater hätte anders entschieden. Niemals hätte er das Christenwort in seine Nähe kommen lassen!«
»Einar war nie ein yfirmannr«, antwortete Sigurd. »Aber du hast recht. Er war ein wahrer Sohn Odins.«
»Und das sind wir alle!«
Arna nickte, doch ein bitterer Beigeschmack begleitete Balbós Worte. Auch sie ahnte, dass mit Völsungurs Wanken die Zukunft grau und trüb aussah. Und sie ahnte, dass es wohl nicht genügte, wenn die Mehrheit des Dorfes an den wahren Göttern festhielt. Noch strengere Zollabgaben drohten, möglicherweise verbot man den Menschen alten Glaubens die Raubzüge oder die Überfahrt mancher Gewässer, es winkten der Ausschluss aus Handelszentren oder sogar die Sklaverei. Zu viele Geschichten kursierten, die sie fassungslos gemacht hatten. Wäre nun einer dieser Priester anwesend, hätte sie ihn gern geköpft und dessen Blut Odin geopfert.
Hörbuch
Das Hörbuch zum Reinhören
Gesprochen von
Tim Waitschies
Ungekürztes Hörbuch
Hörprobe · 4:31 min
Mit freundlicher Genehmigung von Piet Henry Records
Man möchte ständig weiter lesen.
Jede Menge Spannung und Lesegenuss.
Ich konnte richtig schön in die Story eintauchen.
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Zum Anfassen, Verschenken, Verleihen. 484 Seiten. ISBN 978-3-7597-7600-6.

